Fiebernd, mit starrem Blick, die Umgebung völlig vergessend, Finger, die geschickt über die Tastatur flitzen, voll auf das Spiel konzentriert, ...
Und dann kommen die Eltern in die Praxis und sagen: „Mein Kind kann sich nicht konzentrieren!“
Was stimmt hier nicht?
Schon seit langem fällt in der pädagogischen Praxis auf, dass Kinder mit Lernbarrieren oft zu übermäßigem Fernseh- und Computerkonsum neigen. Eltern solcher Kinder haben es
doppelt schwer. Zum einen wollen Sie ihr Kind zu vermehrtem schulischen Üben motivieren und zum anderen ist es eine fast übermenschliche erziehliche Aufgabe, die Kinder vom Bildschirm zu
lösen.
Um die Situation besser zu verstehen, muss man wissen, dass Kinder, die mit der schulischen Situation überfordert sind, nach Ausgleich
suchen müssen!
Am Schulvormittag werden sie durch ihre diversen
Wah rn e hm u ngsve rar bei tu ngss ch wäc hen ...
Hatten Sie auch gerade Mühe, dieses lange Wort zu erlesen und zugleich zu verstehen? Stellen Sie sich vor, Sie müssten eine Stunde lang Texte lesen, die nur aus solchen
Monsterwörtern bestehen! Vermutlich würden sie es schaffen, aber mit Sicherheit dann müde sein und ihre Ruhe haben wollen. Aber nein! Schon in der nächsten Stunde wird ihnen ein ähnlich
schwieriger Text kombiniert mit mathematischen Aufgabenstellungen oder vielleicht sogar in einer Fremdsprache zur Bearbeitung vorgelegt ...
Und dann kommen Sie nach Hause und dort erwartet Sie ein Familienmitglied mit der Frage: „Und, was hast du heute auf?“ oder „Du musst noch xy üben!“ Und schon tauchen die
Monsterwörter samt den Anstrengungen auf, die damit verbunden sind.
Wie würden Sie wohl reagieren? Ganz ehrlich?